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	<title>HATE MAGAZIN</title>
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		<title>HATE by OZ</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 05:57:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas Gempp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Foto: Miguel Martinez]]></description>
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<p>Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/spanier" title="Spanier">Miguel Martinez</a></p>
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		<title>спасибо</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 07:14:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HATE</dc:creator>
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		<title>Frau Schweinemett blickt auf: April</title>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2012 09:04:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HATE</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einer neuen Episode von Mein schlaffes Fleisch braucht Bewegung! beschloss ich, in diesem Monat die neue Franzi von Almsick zu werden: An einem Samstagmorgen stand ich vor unserem miefigen Hallenbad und kaufte mir ein 10er. Ich war wie immer gut vorbereitet, hatte mir beim Discounter einen modischen Badeanzug für sechs Euro gekauft und hoffte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-3130" title="schwimmen" src="http://wordpress.hate-mag.com/wp-content/uploads/2012/05/schwimmen-300x134.jpg" alt="" width="300" height="134" /></p>
<p>In einer neuen Episode von <em>Mein schlaffes Fleisch braucht Bewegung!</em> beschloss ich, in diesem Monat die neue Franzi von Almsick zu werden: An einem Samstagmorgen stand ich vor unserem miefigen Hallenbad und kaufte mir ein 10er. Ich war wie immer gut vorbereitet, hatte mir beim Discounter einen modischen Badeanzug für sechs Euro gekauft und hoffte, dass sich das Gerät nicht sofort beim ersten Kontakt mit chlorhaltigem Wasser auflösen würde. Ich hatte sogar meine Sporttasche abgestaubt und meine Sofajogginghose an. Wie Extremsportler eben so rumlaufen.<span id="more-3128"></span>Ein wenig später schwimme ich mit Krämpfen in den Füßen und grazil wie ein ertrinkender Hund in der 3-Wetter-Taft-Schneise einer überschminkten russischen alten Dame herum. Sie ist sehr bemüht, kein Wasser an ihr Gesichtsgemälde aus vierzig Fläschchen Make-Up, vier pinken Lippenstiften und drei Fläschchen Mascara zu lassen. Ich bin sehr bemüht, nicht unterzugehen. Dafür hält der schwimmende Picasso vor mir die gesamte Kosmetikindustrie am Kacken und ist für mich das eigentliche Werbegesicht von L´oreal. Ein Junge mit dem Körper eines Walfisches taucht schnaufend neben ihr aus dem Becken, prustet eine prächtige Wasserfontäne aus seiner Nase. Direkt in den Picasso. Ich applaudiere, klatsche ohne den Halt, jedoch mit meinem Kopf unter Wasser. Finde das blöd. Mit einem gewaltigen Fußplatscher macht der Prustefisch noch die sorgfältig hochgetürmte Frisur von dem Gemälde zunichte. Es kreischt. Ich schwimme schnell weg, das Make-Up im Wasser breitet sich wie ein Ölfilm nach einem Tankerunglück aus. Ich schnaufe munter weiter, ein Auge chamäleonhaft zum Boden des Schwimmbeckens gerichtet. Immer auf der Hut vor dem Walfischjungen.</p>
<p>Im Becken nebenan ziehen die alten Angeber vom Schwimmverein ihre Runden. Ein Kreuz, mit dem Buchstaben <em>V</em> zu beschreiben, während ich eher ein <em>W </em>oder ein buckliges <em>B </em>bin. Ich freue mich: Endlich neue Schubladen für mein Denken! Die Vs sind mit Marshmallowketten sorgfältig von Nieten wie den Ws abgetrennt, als könnte ich diese grazilen, elitären Angeber mit meinem Virus der Plumpheit und dem Schwimmstil einer Boje infizieren. Ich schufte und röchele. Eine Bahn für mich, acht Bahnen für das V.</p>
<p>Ich überlege, mich mit dem Walfischjungen zu verbünden, gemeinsam unterzutauchen. Die elitären Pisser an den Beinen nach unten zu ziehen, während der Walfischjunge von oben döppt. Am Beckenrand lungern derweil die notgeilen alten Säcke. Sie haben knappe Schwimmhosen an, die in den 70ern irgendwie noch nicht so knapp gesessen haben. Sie schwimmen eine Alibi-Bahn, um sich dann an den Beckenrand zu stellen und jungen Frauen nachzugaffen.</p>
<p>Ich wollte eigentlich auch wieder meinen „Gaff in den Mai“ veranstalten. Sonst ist es Tradition, jedes Jahr die verklatschten Fellpuschelhosen von der Mayday auf dem Westfalenhallenparkplatz zu beobachten und mit Erdnüssen zu füttern. Im Jahr 1997 hatte ich mich auch mal reingewagt, meine Erinnerung hält sich dank Maibowle heute noch in Grenzen. Aber man muss ja alles einmal gesehen haben, bevor man was zu sagen kann. So wie meine Exkursionen zu Konzerten der Kelly Family und als Betreuerin von Kinderindianerferien inklusive Verkleidung. Kellnern auf Gabberpartys und Loveparade Afterhours. Was man unbedingt machen sollte, wenn man keine Affinität zu Bass oder chemischen Drogen hat.</p>
<p>Unter dem diesjährigen Motto <em>Made in Germany</em> hoffte ich, proppere Gabberfrauen zu sehen, die ihre Kartoffelstampfer in einer leicht spannenden Pit Bull Hose schwingen und sich, wild mit dem Zungepiercing rumspielend, die vorderen Zahnreihen ruinieren würden.</p>
<p>Das Problem lag bei „Ich wollte“. Ich wollte vieles an diesem Tag, lag aber weggeschossen mit einer Nebenhöhlenentzündung und meinem Speckkater im Bett. Ich haderte mit mir, was ich auf der Mayday mit meinen zwanzig Schachteln Medikamenten hätte verdienen können. Ich guckte eine Folge <em>Jericho</em>, die sich allerdings nur als schlechte Alternative für die Sendepause von <em>The Walking Dead</em> entpuppte. Ich war in Nörgellaune, bemitleidete mich selbst und wartete darauf, dass mein Kopf explodierte. Irgendwann schlief ich ein, mit dem Gedanken: Nächste Woche gehe ich wieder schwimmen, komme was wolle!</p>
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		<title>Frittenbude bei zdf_neo</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 10:07:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas Gempp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern Abend habe ich das erste Mal den Sender zdf_neo eingeschaltet bzw. bei Zattoo angeklickt. Der Grund waren die Freunde von der Frittenbude, der Band also mit dem besten Booker der Welt, und Torsun als Verstärkung. Neben der Erkenntnis, dass es sich einfach nicht lohnt deutsches Fernsehen zu schauen, da selbst vermeintlich innovative Formate mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://wordpress.hate-mag.com/wp-content/uploads/2012/05/Bildschirmfoto-2012-05-04-um-12.00.08.png" alt="" /></p>
<p>Gestern Abend habe ich das erste Mal den Sender zdf_neo eingeschaltet bzw. bei Zattoo angeklickt. Der Grund waren die Freunde von der <a href="http://frittenbude.blogsport.de/" title="Frittenbude">Frittenbude</a>, der Band also mit dem besten Booker der Welt, und <a href="http://torsun.blogsport.de/" title="Torsun">Torsun</a> als Verstärkung. Neben der Erkenntnis, dass es sich einfach nicht lohnt deutsches Fernsehen zu schauen, da selbst vermeintlich innovative Formate mit jungen, frischen Moderatoren schnell eine nicht verschwinden wollende Assoziationswolke mit den 90er-VIVA-Jahren evozieren und letztendlich doch nur ein Abbild der traurigen bundesrepublikanischen Wirklichkeit da draußen sind, bleibt festzustellen, dass als Panda der Schweiß fließt, auch wenn man das am Ende des Videos leider nicht mehr sieht:</p>
<p><iframe width="496" height="282" src="http://www.youtube.com/embed/govNAQTmqz0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Boycott Biennale!</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 11:49:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HATE</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute beginnt in Berlin das große Kunstspektakelwochenende; neben dem Gallery Weekend startet außerdem die 7. Berlin Biennale, eine der meistbeachtesten Veranstaltungen für moderne Kunst in Deutschland. Einige haben sicherlich schon die Plakate mit dem runenartigen Logo in Berlin und anderswo hängen sehen. Kuratiert wird sie in diesem Jahr von Artur Zmijewski, über den der Spiegel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-large wp-image-3108" title="biennale" src="http://wordpress.hate-mag.com/wp-content/uploads/2012/04/biennale-1024x625.jpg" alt="" width="1024" height="625" /></p>
<p>Heute beginnt in Berlin das große Kunstspektakelwochenende; neben dem <a href="http://www.gallery-weekend-berlin.de/">Gallery Weekend</a> startet außerdem die <a href="http://www.berlinbiennale.de/">7. Berlin Biennale</a>, eine der meistbeachtesten Veranstaltungen für moderne Kunst in Deutschland. Einige haben sicherlich schon die Plakate mit dem <a href="http://www.berlinbiennale.de/logoBB2012.png">runenartigen Logo</a> in Berlin und anderswo hängen sehen.</p>
<p>Kuratiert wird sie in diesem Jahr von Artur Zmijewski, über den der <em>Spiegel</em> <a href="https://magazin.spiegel.de/epaper/start/SP/2012/17/reader.html?backurl=https%3A%2F%2Fmagazin.spiegel.de%2Freader%2Findex_SP.html%23j%3D2012%26h%3D17%26a%3D85157623">schreibt</a>, er sei ein Künstler, der sich als Anti-Künstler verstehe, sein Instrument sei der &#8220;Tabubruch, die bewußte Geschmacklosigkeit&#8221; und dass am Ende der Biennale in Berlin &#8220;ein großes, trotziges Zmijewski-Kunstwerk entstanden sein&#8221; wird. Er mache eben &#8220;Kunst, die endgültig keine sein will, sondern echter Aktivismus.&#8221;</p>
<p>Im Vorfeld der Biennale trat er mit seinem Video <a href="http://www.digitalartlab.org.il/ArchiveVideo.asp?id=36">&#8220;Berek&#8221;</a> (&#8220;Hasch mich&#8221;) in Erscheinung, bei dem eine Gruppe Nackter in der Gaskammer tanzt. <a href="http://www.stern.de/kultur/kunst/7-berlin-biennale-der-provokateur-1818418.html">Letzte Woche</a> hat er in Berlin-Neukölln Birken aus dem ehemaligen KZ Birkenau pflanzen lassen und Martin Zet, einer der von ihm angeheuerten Künstler <a href="http://www.focus.de/kultur/kunst/kunst-protest-gegen-kuenstleraktion-um-sarrazin-buch_aid_703591.html">rief dazu auf</a> 60.000 Exemplare von Thilo Sarazzins &#8220;Deutschland schafft sich ab&#8221; zu Verbrennungzwecken zu sammeln.</p>
<p>Dass aber Reflex nicht zwangsläufig mit Reflektion einhergeht und auch nicht alles Kunst ist, was von Künstlern produziert wird, hat die Gruppe <a href="http://www.rosaperutz.com/">Rosa Perutz</a> in der <a href="http://jungle-world.com/inhalt/">aktuellen Ausgabe der Jungle World</a> noch einmal auf den Punkt gebracht.</p>
<p><strong>Hier sind Auszüge des lesenswerten Texts:</strong></p>
<p><em>&#8220;Die von der Biennale proklamierte »Anwendbarkeit« der Kunst ist ein Aufruf zur real action, welche die hemmenden Diskurse der Kritik und die Zensur durch den Kunstmarkt überwinden soll. Die zum Programm erhobene Verschmelzung von Kunst und Politik löst die Kunst von ihrem konkreten gesellschaftlichen Zusammenhang und setzt sie stattdessen in einem dezisionistischen Akt als Symbol bedingungsloser Radikalität. Diese Radikalität bedarf zu ihrer Selbstdarstellung der von ihr selbst angeprangerten Autoritäten, der Zensur und der Tabus, die ständig behauptet werden müssen, um sich gegen sie auflehnen zu können.</em></p>
<p><em>Žmijewski hat es in seiner künstlerischen Arbeit vorgemacht: Koketterien mit dem Tabubruch wie sein geschmackloser Umgang mit der Shoa sind ein probates Mittel solcher Selbst­inszenierung, jede Kritik daran kann als Zensur durch die Mächtigen, die Medien, die Direktoren sogleich angeprangert werden. Politik wird dadurch als ein existentieller Kampf gegen und um die Macht inszeniert, in dem für Widersprüche und Ambivalenzen kein Platz ist. Žmijewski bedient mit seiner bombastischen politischen Symbolik zunächst einfach nur den kuratorischen Allgemeinplatz jeder beliebigen Biennale der Gegenwartskunst: Er schafft eine temporäre Kunstausstellung mit spektakulärem Eventcharakter und stellt die nach Berlin importierte, vermeintlich dissidente, in diesem Fall in erster Linie osteuropäische Kunstszene in einen politisch aufsehenerregenden Zusammenhang. <span id="more-3102"></span></em></p>
<p><em>(&#8230;)</em></p>
<p><em>Berlin erscheint ihm für sein Vorhaben als der ideale Schauplatz, denn diese Stadt sei, so Žmijewski, von sämtlichen Ideologien »bereinigt«. Hier würden Künstler einem ideologischen Vakuum begegnen, das infolge der Entnazifizierung und Liberalisierung entstanden sei, und hier könnten sie die ideologische Passivität und Leere genießen. Viele flüchteten deshalb hierher, aber was ihnen allen fehle, bedauert er nostalgisch, seien eben große Ideen – Ideen, in deren Namen man Kunst schaffe und durch die Kunst allererst authentisch werde. Žmijewskis Haltung ist »postideologisch«, er proklamiert in apokalyptischer Manier das Ende der Politik, die von ihrer realen und eingebildeten Ratlosigkeit, ihren Wirren, ihrer Unübersichtlichkeit und Selbstbezüglichkeit durch neue Ideen und eine neue imaginäre Identität erlöst werden soll. Žmijewski lehnt die politische Verantwortungslosigkeit der kunstdiskurserprobten kritischen Ästhetik ab, um sie durch absolut gesetzte ästhetische Gewalt zu ersetzen. Politik ist ihm, wie jedem Politikberater und jeder Managementagentur, ein Medium der Manipulation, das sich einer Rhetorik der Überredung, der permanent beschworenen Grenzüberschreitung und Gefahr bedient. Das authentisch Politische wird daher vorzugsweise in der Kunst aus der verlockenden Ferne der Schwellenländer ausgemacht, wo die Zensur strenger, der Alltag härter und der Künstler an Leib und Leben noch richtig bedroht sei. Ganz offen bekennt sich Žmijewski daher zur Propaganda, die im originären Interesse der Kunst liege. Diese streife den weltlichen Tand, die Korruption des Marktes und die Hierar­chien der Institutionen ab, indem sie sich von dieser Welt des Sekundären als primäre Politik befreite, die dem Künstler wie den Zuschauern Wahrheit und Macht verspricht.</em></p>
<p><em>Žmijewski hat die auf der Biennale versammelten Arbeiten nach einem Setzkastenprinzip angeordnet, aufgeteilt in die Fächer »Occupy«, Bund der Vertriebenen und palästinensische Befreiungsfront. Das große Fach im Herzen des Spektakels, dem Erdgeschoss der Berliner Kunstwerke, trägt den Namen »GlobalSquare«. Es versteht sich als Sammlungsort für Veranstaltungen der unter dem Label »Occupy« firmierenden weltweiten Protestbewegungen und soll dazu beitragen, »die globalen organisatorischen Bestrebungen radikal zu demokratisieren« sowie »kollektive Aktionen« und »gemeinsame Ziele zu formulieren«. Auch hier halluziniert sich der Kurator gleich eine ganze Bewegung zusammen, deren Stifter und Gönner er selbst werden will.</em></p>
<p><em>(&#8230;)</em></p>
<p><em>Im Licht dieser Aussage gewinnen zwei ­Aspekte der Biennale besondere Bedeutung. Žmijewskis erste Handlung als Kurator war ein »Open Call« an Künstler weltweit, die er dazu aufrief, sich ausdrücklich politisch zu »positionieren«. Während die Radikalität der Kunst in den Schwellenländern durch die dort existierende staatliche Zensur bewiesen werde, müssten sich die Tabubrüche hierzulande gegen das »PC-Establishment« mit seinem Primat politischer Korrektheit und gegen das globalisierte »postideologische« Berlin richten. Immerhin hat Žmijewski es mit dieser simplen Logik geschafft, dass sich weder politische Gruppen noch ernstzunehmende Künstler, die politisch arbeiten, zur Kooperation mit ihm bereit erklärten. Gerade Žmijewskis Umgang mit der deutschen Erinnerungspolitik, in der seine Ästhetik des autoritären Tabubruchs zu sich selbst kommt, war ein wichtiger Grund für diese Ablehnung.&#8221;</em></p>
<p><a href="http://jungle-world.com/artikel/2012/17/45322.html">Hier</a> geht es zum vollständigen Text.</p>
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		<title>Ein Bild aus der Zukunft</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 04:56:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nina Scholz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Wir sind ein Bild aus der Zukunft“ heißt es ab morgen Abend im Berliner Theater HAU3. Aufbauend auf einer Idee der Performerin und Journalistin Margarita Tsomou und des Theoretikers und Autors Tim Stüttgen versammelt sich für „Wir sind ein Bild aus der Zukunft“ eine interdisziplinäre Gruppe von Künstlern aus unterschiedlichsten Bereichen, die das Stücck intermedial [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://wordpress.hate-mag.com/wp-content/uploads/2012/04/greece-athens-peoples-assembly-riot11-1024x601.jpg" alt="" title="greece-athens-peoples-assembly-riot11" width="1024" height="601" class="alignnone size-large wp-image-3091" /></p>
<p><a href="http://www.hebbel-am-ufer.de/de/kuenstler/kuenstler_23161.html?HAU=3">„Wir sind ein Bild aus der Zukunft“</a> heißt es ab morgen Abend im Berliner Theater <a href="http://www.hebbel-am-ufer.de/de/kontakt.html?HAU=3">HAU3</a>.<br />
<em><br />
Aufbauend auf einer Idee <strong>der Performerin und Journalistin Margarita Tsomou und des Theoretikers und Autors Tim Stüttgen</strong> versammelt sich für „Wir sind ein Bild aus der Zukunft“ eine interdisziplinäre Gruppe von Künstlern aus unterschiedlichsten Bereichen, die das Stücck intermedial und kollektiv gestalteten: </p>
<p>Vom <strong>Electro-Musiker Can „Khan“ Oral</strong> zu der <strong>bildenden Künstlerin Katrin Mayer</strong>, vom <strong>queeren Wiener Theatermacher Gin Mueller</strong> über den<strong> b_books-Filmemacher Nicolas Siepen</strong> bis zum<strong> Performer Julian Meding</strong>.</em></p>
<p>und darum geht&#8217;s:</p>
<blockquote><p>„Wir sind ein Bild aus der Zukunft“ stand während den Athener Riots 2008 auf den Hauswänden gesprüht – wir, die Forscher_innen eines militanten Youtube-Senders, verstehen dieses Graffiti als Prophezeiung.<br />
Wir sind die selbsternannten Kinder von Gabi Teichert, die ihre Mutter in der Zeit-forschenden Lehrerin aus Alexander Kluges Film „Die Patriotin” fanden. In einem Sende-Studio schließen wir uns zusammen, um den Stand der Endzeit zu analysieren, die gekommenen Aufstände zu dokumentieren und den queeren Kommunismus herbei zu fabulieren. Es geht um nichts weniger als eine revolutionäre Recherche: was könnten die Bilder der Zukunft sein?<span id="more-3090"></span><br />
Um in den Zeiten der Apokalypse, im aufflackernden Blitz der Zerstörung, das Potenzial des Messianischen einzufangen, präsentieren wir Zukunftseinschätzungen: wir sprechen mit Spezialist_innen wie dem linken Philosophen Franco „Bifo“ Berardi, überprüfen die Visionen von Wahrsagerinnen und die Prognosen der Future-Händler an der Börse. Wir trainieren für Real Democracy-Squares, bedrohen Technokraten und lachen über den Euro-Gau.</p>
<p>The Time is out of Joint: Wir suchen Anzeichen für eine andere Zeit, weil uns das Ghetto der Gegenwart nicht genug ist. Wir bieten Bilder des Ausnahmezustands und Diagramme der Krise, den Voluntarismus des Kollektivs und die Utopie der Commons. Wir pre-enacten die Interventionen von Morgen und tanzen an den Abgründen von Gestern. Die Jetzt-Zeit drängt, seid bereit&#8230;</p></blockquote>
<p><strong>WIR SIND EIN BILD AUS DER ZUKUNFT</strong><br />
26.04.2012 / 20.00 UHR / HAU 3<br />
27.04.2012 / 20.00 UHR / HAU 3<br />
29.04.2012 / 20.00 UHR / HAU 3<br />
30.04.2012 / 20.00 UHR / HAU 3</p>
<p>BILD VIA <a href="http://rageo.twoday.net/stories/38824067/">RAGEO</a>.</p>
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		<title>HATE Podcast No. 2 &#8211; lassmalaura Gives A Fuck</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 09:21:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HATE</dc:creator>
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		<category><![CDATA[HATE Podcast No. 2]]></category>
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		<category><![CDATA[lassmalaura gives a fuck]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Deine Musik habe ich gehört und kann mir jetzt besser vorstellen, was du da so machst. Über eine Stunde habe ich auf dem Teppich gelegen und gelauscht. Ich gestehe, dass ich auch mal eingeschlafen bin, aber das Aufwachen zu den Klängen war dann sehr schön. Die Trackliste gefällt mir ausnahmslos, das mit den Beats finde [...]]]></description>
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<p><iframe src="http://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F44257183&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=true&amp;color=d61004" frameborder="no" scrolling="no" width="100%" height="166"></iframe></p>
<blockquote><p>&#8220;Deine Musik habe ich gehört und kann mir jetzt besser vorstellen, was du da so machst. Über eine Stunde habe ich auf dem Teppich gelegen und gelauscht. Ich gestehe, dass ich auch mal eingeschlafen bin, aber das Aufwachen zu den Klängen war dann sehr schön. Die Trackliste gefällt mir ausnahmslos, das mit den Beats finde ich z.T. auch toll, besonders die Wechsel und die Übergänge mit der Musik. Auf Dauer bin ich mir aber nicht so sicher, ob es gut fürs Herz ist.&#8221;</p></blockquote>
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		<title>Hipster, Hipster BLABLA</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 13:23:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HATE</dc:creator>
				<category><![CDATA[Relevanz]]></category>
		<category><![CDATA[Helge Peters]]></category>
		<category><![CDATA[Hipster]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesspiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Zierat Zitat]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://wordpress.hate-mag.com/wp-content/uploads/2012/04/hate_3_cover.jpg" alt="" /></p>
<p>Auch wenn der Tagesspiegel, das Berliner Regionalblättchen mit dem traditionell eher verzögerten Durchblick, soeben erst, dafür aber gleich in zwei Artikeln aufgearbeitet, auf das bis dato völlig neue und höchstens in bestens informierten Kreisen bekannte Phänomen &#8220;Hipster&#8221; aufmerksam geworden ist (<a href="http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/szenemenschen-hass-auf-die-hipster-in-kreuzberg-und-new-york/6356892.html">&#8220;Feindbild Vollbart: Künstler und Blogger machen sich zunehmend über Hipster lustig.&#8221;</a>) und es neben der Auseinandersetzung in sogenannten &#8220;Blogs&#8221; wohl sogar inzwischen ein Buch zum Thema gibt (<a href="http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/wenn-in-kreuzberg-ploetzlich-alle-gleich-aussehen-der-hipster-baertig-cool-verachtet/6521280.html">&#8220;Viele hassen ihn, Webseiten machen sich über ihn lustig und jetzt wurde auch noch ein Buch über ihn geschrieben.&#8221;</a>), müssen wir leider darauf hinweisen, dass <a href="http://helge.tumblr.com/" title="Helge Peters">Helge Peters</a> bereits 2009 in seinem Artikel <em>Zierat Zitat</em> in <a href="http://issuu.com/hatemag/docs/hate_3/13" title="HATE#3"><strong>HATE#3</strong></a> alles Relevante zum Hipster gesagt hat. Daher an dieser Stelle noch mal der komplette Artikel:<span id="more-3069"></span></p>
<p><strong>Zierat Zitat</strong></p>
<p><strong>Bedeutungsflickenteppiche überall, Authentizität nirgends: endlich beerdigen Hipster die greise Gegenkultur. </strong></p>
<p>von <em>Helge Peters</em></p>
<p>Echte Metaller sind ein seltener Anblick geworden. Die Jeanskutte mit dem Manowar-Rückenaufnäher erzählt von Bierschweiß, Headbang und Gitarrenfolter; allerhand mythisierendes Starkemännertum. Gemeinschaft, Bestimmung, Eindeutigkeit! Subkulturen wie Metal strotzten vor pathetischer Gegenidentifikation. Wo ist es eigentlich hin dieses Bedürfnis, Teil einer devianten Jugendbewegung zu sein? </p>
<p>Hieß subkulturelles Handeln noch bis weit in die Neunziger, die jeweils passenden Zeichen eines mehr oder weniger klar definierten Referenzsystems zu kombinieren und sich damit als Teil einer Gemeinschaft zu identifizieren, herrscht heute mit dem Vormarsch des Hipsters allerortens symbolischer Eklektizismus. Die nerdy Hornbrille hier, das Holzfällerhemd da, hallo Hermes-Halstuch, tschüss Truckerkappe. Rekontextualisierung regiert. Ein Shirt von Slayer verwies früher auf die Zugehörigkeit zum Metal mit seinen gemeinschaftlichen Riten und Werten, einem abgrenzbaren Kanon von Bands und vor allen Dingen den Ausschluss derer, die über all dies nichts wussten. Getragen vom Hipster bedeutet das gleiche Shirt im besten Falle den Verweis auf den historischen kulturellen Komplex Metal im Medium der Ironie. Oder einfach gar nichts mehr. Das fortgesetzte Spiel mit den Zeichen entwertet ihre ursprüngliche Bedeutung. Die Kulturtechnik des Remix, die mit dem Sample im Hip Hop ihren Durchbruch hatte, verließ die Musik und durchdringt nunmehr jeden identitätsrelevanten Bereich der Lebenswelt. Im Global Trend Report gibt sich das Vice Magazine die größte Mühe, Styledifferenzen der Fashionistas zwischen Montreal und Stockholm abzubilden, allein es will nicht so recht gelingen, denn sie erscheinen &#8211; bei aller Unterschiedlichkeit im konkreten Sample &#8211; durch ihre konsequente Methodik des Remix marginal. Zwischen Williamsburg und Schlesischem Tor hat der Hipster längst eine global verstandene Grammatik gefunden und wirft sich auf Partyfotowebsites in ironische Glamposen; wir sind jetzt alle ein bisschen gleicher als Vogue. Die Trendproduktion erfährt eine radikale Enthierarchisierung, Beschleunigung und spatiale Entgrenzung. Mit WordPress und Digicam im Anschlag auf den Straßen zwischen Stockholm und Johannesburg wird jeder zum Trendscout. Horizontal vernetzte Street Fashion Blogs zeichnen in nahezu Echtzeit lokale Impulse auf, die global rezipiert, geremixt und mit neuer Bedeutung aufgeladen erneut in die Welt hinausgetragen werden. Damit verlieren die an vertikal strukturierter Trendkommunikation niederer Frequenz orientierten klassischen Printprodukte aus dem Fashion- und Musiksegment ihre Gatekeeperfunktion. Das ist alles ganz schön unübersichtlich und lässt sich unmittelbar als schwindelerregend beschleunigte Abfolge völlig arbiträrer und sinnentleerter Trendimperative lesen, die zu rezipieren dem Subjekt unter Strafe der Exklusion eine dramatisch erhöhte Flexibilität und ein ständig neues – symbolisches und eben auch monetäres &#8211; Reinvestment in die eigene Identität abverlangt. </p>
<p>Und schon sehnen sich einige nach den guten alten Zeiten der Gegenkultur zurück, als Symbole noch beständige Ordnung schafften und Gesten eindeutig waren. Von Kids United bis Love, Peace &#038; Unity herrschte der Glaube an die Unausweichlichkeit der eigenen Botschaft. Vielmehr noch: es gab eine klar zu identifizierende und in den sozialen Kontext einzuordnende Botschaft. Das Give Peace A Chance der Hippies lässt sich ebenso elegant aus dem Zustand der Mehrheitsgesellschaft erklären wie das No Future des Punk. Die aktuelle Uneindeutigkeit einem spätkapitalistischen Third Way der Popkultur nach dem Ende des Systemkonflikts in die Schuhe zu schieben, liegt nahe. Folgerichtig leitartikelt das konsumkritische Adbusters Magazine mit dem Titel „Hipster: The Dead End Of Western Civilization“ und beklagt den plötzlichen Abriss der stetigen Abfolge devianter Jugendkulturen in der westlichen Zivilisation. Der Hipster eigne sich Symbole an, ohne ihre rebellische Bedeutung zu respektieren, es mangele ihm an Authentizität und gebührendem Abstand zur Verwertungslogik. Dabei wird schlicht übersehen, dass es nie eine Authentizität oder Autonomie der Gegenkulturen gab, die auf eine Mainstream Society als conditio sine quibus non ebenso angewiesen waren, wie dieselbe auf die Innovationsschübe und das kulturelle Kapital, das die Gegenkulturen hervorbrachten. Die Geschichte der Gegenkulturen ist die Geschichte ihrer Nutzbarmachung. So betrachtet waren die Cultural Studies, immerhin aus marxistischer Tradition stammend, wenn auch akademische Begleitmusik der Gegenkulturen, zu kaum einem Zeitpunkt viel mehr als Hilfsdisziplin des Marketings.</p>
<p>Der Vorwurf an die Hipster, die Bedeutungszusammenhänge der Counter Culture ins Leere laufen zu lassen, gilt doch vielmehr der postmodernen Tendenz zur Referenzlosigkeit der Zeichen, der die von den Adbusters betrauerten Gegenkulturen noch an der Wiege das Lied von der Umwertung der Werte sangen. Dabei betreiben die Hipster nichts weiter als eine Überidentifikation mit den kommunikativen Strategien der ehemals gegenkulturellen Avantgarde: Collage und Detournement, ehemals subersive Interventionen, werden exzessiv als nur mehr popkulturelle Spielerei zweckentfremdet. Ironischer Weise entleert diese Aneignung der Strategie der ironischen Überidentifikation sie ihres subversiven Gehalts. Irgendetwas muss also stimmen am oft bemühten Bild des Ironic Hipster.<br />
Mit devianter Ästhetik lässt sich nun keine Politik mehr begründen, denn Politik ist vollständig ästhetisiert. Die Zeichenwelt der Gegenkultur kann widerspruchslos zum Leitmotiv der Präsidentschaftskampagne eines Barack Obama werden. Dabei sollten die Adbusters und andere Fans der Subversion nicht trauern. Ihr Vorwurf einer Meaningless Consumption heißt einfach nur das Ende der quasipolitischen Identifikation in abgeschirmten gegenkulturellen Zirkeln, das überfällige Ende des überkommenen Narrativs der kleinen gegenkulturellen Bewegung versus den bösen kommerziellen Mainstream. Diese Erzählung war schon immer einlullender Quatsch und in der Konsequenz konterrevolutionär, weil ihr die Begrenzung des Anspruchs der Befreiung auf den jeweils eigenen Dunstkreis eignete. Endlich ist die Kultur befreit vom Zwang etwas meinen zu müssen. Die Kritik wäre zu befreien vom Zwang in den üblichen symbolisch eindeutig markierten Kreisen mit all ihrer käsigen, angedrehten Authentizität verrotten zu müssen. Denn Subversion gedeiht am besten dort wo sie nicht vermutet wird.</p>
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		<title>Apropos Spex</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Apr 2012 09:46:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Goll</dc:creator>
				<category><![CDATA[Relevanz]]></category>
		<category><![CDATA[Anja Dreschke]]></category>
		<category><![CDATA[Ethnofilm]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Spex]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Stämme von Köln (Dokumentarfilm 2011) Filmclub Berlin / Sputnik-Kino So 22.04.2012 15.00 Uhr Di 24.04.2012 19 00 Uhr  anschl. Filmgespräch mit Anja Dreschke moderiert von Michael Baute &#8220;Als Kölner Stämme bezeichnen sich rund 80 Vereine aus Köln, deren Mitglieder sich als Hunnen, Mongolen, Wikinger, Indianer oder Afrikaner verkleiden und einen Großteil ihrer Freizeit der Herstellung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone" src="http://1.2.3.9/bmi/www1.wdr.de/themen/panorama/sp_karneval/koelner_staemme102_v-TeaserAufmacher.jpg" alt="" width="512" height="288" /></p>
<p><em><a href="http://www.staemmevonkoeln.de/">Die Stämme von Köln</a> </em>(Dokumentarfilm 2011)</p>
<p>Filmclub Berlin / Sputnik-Kino</p>
<p>So 22.04.2012 15.00 Uhr<br />
Di 24.04.2012 19 00 Uhr  anschl. Filmgespräch mit Anja Dreschke moderiert von Michael Baute</p>
<p>&#8220;Als Kölner Stämme bezeichnen sich rund 80 Vereine aus Köln, deren Mitglieder sich als Hunnen, Mongolen, Wikinger, Indianer oder Afrikaner verkleiden und einen Großteil ihrer Freizeit der Herstellung aufwendiger Kostüme, Waffen und Zelte widmen. Und das nicht nur im Karneval. Während der Sommermonate campen sie in Kölner Grünanlagen, um gemeinsam mit der Familie, Freunden oder Arbeitskollegen die Lebenswelten &#8216;fremder&#8217; Völker und vergangener Epochen nachzuspielen. Höhepunkte dieser Zeltlager sind inszenierte Rollenspiele mit denen das Leben am Hofe Attilas oder Dschingis Khans in Szene gesetzt wird. Angeleitet werden diese Spektakel von den Vereinsschamanen, die für die anderen Mitglieder auch Initiationsrituale, Hochzeitsfeiern und manchmal sogar Beerdigungszeremonien durchführen. Dabei mischen sich Elemente verschiedener ritueller Praktiken und Traditionen – vom Karneval bis zum sibirischen Schamanismus. Um diesen kreativen Prozess der Aneignung und Transformation der &#8216;eigenen&#8217; und &#8216;fremden&#8217; Kultur(en) zu erforschen, hat die Ethnologin und Filmemacherin Anja Dreschke die Kölner Stämmen über mehrere Jahre begleitet.&#8221;</p>
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		<title>Unterirdischer geht immer: Die Grether-Schwestern</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Apr 2012 07:21:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HATE</dc:creator>
				<category><![CDATA[Relevanz]]></category>
		<category><![CDATA[Doctorella]]></category>
		<category><![CDATA[Grether]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir waren auch nicht unbedingt die Riesenfans der aktuellen Spex (und schon gar nicht von der Kölner Kiosk-Intro), aber was die Grether-Schwestern im Blog ihrer unsäglichen Jammerkombo über den Chefredakteurswechsel schreiben, ist so ziemlich das ekelhafteste, hohlste und erbärmlichste was man seit langem lesen musste. Bis jetzt war es vor allem Mitleid, das uns erfüllte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://wordpress.hate-mag.com/wp-content/uploads/2012/04/spex.jpg" alt="" /></p>
<p>Wir waren auch nicht unbedingt die Riesenfans der aktuellen Spex (und schon gar nicht von der Kölner Kiosk-Intro), aber was die Grether-Schwestern im <a href="http://doctorellablog.tumblr.com/post/20886149992/goodbye-spex-wir-freuen-uns">Blog ihrer unsäglichen Jammerkombo über den Chefredakteurswechsel schreiben</a>, ist so ziemlich das ekelhafteste, hohlste und erbärmlichste was man seit langem lesen musste.<br />
Bis jetzt war es vor allem Mitleid, das uns erfüllte, wenn wir die Horror-Twins bei RTL Exklusiv in ihrer Funktion als Groupies über das Geben von Blowjobs an ältere Mucker berichten sahen oder sie die Vergangenheit im legendären Köln verklärten.<br />
Nun zeichnen die Doctorellas in der Retrospektive die eigene Vergangenheit in glorreichen Farben und ihre Einschätzungen zu Berlin, Popkultur und Musik sind einfach nur noch absurd.</p>
<p>Hier ein paar Schmankerl:<span id="more-3055"></span></p>
<blockquote><p>“Der kommende Aufstand”, den der frühere Spex-Herausgeber Diedrich Diederichsen so treffend in seinem bereits im Frühjahr 2010 erschienen gleichnamigen Buch beschrieben hat, fand kaum Widerhall in den Artikeln. Bewegungen wie Occupy, Slutwalk oder auch das Aufkommen der Piratenpartei waren für die Spex in diesen bewegten Jahren völlig irrelevant. Kaum zu glauben, dass diese Redaktion in Berlin ansässig war! Wenn sie in Köln oder in der Schweiz gelebt hätte, hätte sie vermutlich mehr mitbekommen von der Welt.</p></blockquote>
<p>(&#8230;)</p>
<blockquote><p>
Um in Berlin zu überleben muss man integer sein. Hier werden viele Intrigen gesponnen, wenn die Nacht lang ist und der Tag kurz. Da braucht es ein Konzept, wie man eine Bohéme wieder aufrufen könnte. Wie man möglichst vorurteilsfrei und intensiv berichtet.</p></blockquote>
<p>(&#8230;)</p>
<blockquote><p>
Stattdessen hat man das Gefühl, jeder Spex-Autor ist irgendwo auch noch DJ (merke: aber niemals MUSIKER! im klassischen Sinne…) und muss unbedingt jeden Track featuren, den er in der Stunde 7 in irgendeiner Hundehütte in Berlin aufgelegt hat.</p></blockquote>
<p>(&#8230;)</p>
<blockquote><p>Wenn man natürlich zum Künstler sagt, dass man nur übers Label oder den Manager mit ihm kommuniziert und wünscht, nicht direkt von ihm angesprochen oder eingeladen zu werden, wenn man sich also aufführt wie so ein zickiger Superstar, dann muss man sich vielleicht nicht wundern, wenn die Szenen irgendwann keinen Bock mehr auf die Zeitschrift haben.</p>
<p>Und vergesst bitte nicht, dass es Riot Grrrls wie wir waren, die Eurer Zeitschrift die Credibility gegeben haben, von der ihr bis gestern gelebt habt. Wenn auch vielleicht nicht gut, aber dafür sollen euch andere bemitleiden.</p></blockquote>
<p>Wir hoffen inständig, dass dieser Text besoffen geschrieben wurde…</p>
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