Robert Stadlober war bei mir nicht unbedingt als Sympath abgespeichert, aber sein Auftritt in der NDR Talkshow und das Gespräch mit Giovanni di Lorenzo, dem Lothar Matthäus unter den Journalistendarstellern, waren dann doch eindrücklich: Wer Thomas Ebermann als seinen Lieblingspolitiker bezeichnet, muss einer von den Guten sein.

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12 Responses

  1. Laura says:

    ja, weil der wiederholte satz “so lange in hoyerswerda keine asylantenheime brennen, habe ich nichts gegen brennende autos” einfach null sinn macht.

  2. Jonas says:

    ich glaube es geht um brennende dinge und man darf in einer talkshow mit so beknackten menschen um einen herum, durchaus mal einen holprigen satz raushauen. wenn sich der reaktionäre bodensatz von bild und co darüber aufregt, hat man alles richtig gemacht.

  3. spanier says:

    haha… 15m01s der blick…

  4. Tobias says:

    Aber so richtig verstehe ich nicht, was Hoyerswerda und brenndende Autos in Prenzlauer Berg miteinander zu tun haben sollen. So lange genug Autos brennen, brennt kein Asylbewerberheim? Das geht doch irgendwie nicht auf.

  5. jonas says:

    Es ist doch voellig egal, ob das auf geht oder nicht, denn es geht nicht, um eine praezise aussage, die im schein der kamera vielleicht situativ nicht ganz so vermeintlich logisch gelingt, sondern darum, dass sich ein deutscher schauspieler hingesetzt hat und nicht versucht hat sich durch ein referenzfeuerwerk (“ich mag the wire, lese bernhardt und hoere ganggangdance”) an den feuilleton und die popkulturstalinisten ranzuwanzen, sich nicht als duemmlicher weltverbessererschauspieler a la schweiger (todesstrafe fuer kinderficker) oder jaenicke (robbenbabys toeten ist nicht ok) auffuehrt und er hat auch nicht versucht die bruecke zum bildungsbuergertuemlichen kanon des elternchor mit der evidenten gewaltlosigkeitslogik und dem demokratiehumbug zu schlagen. Er hat ebermann zu recht hoch leben lassen und auf die selten daemliche frage nach den brennenden autos (da fuerchtet der antiintellektuelle kretin di lorenzo samt seiner empoerten vulgaertotalitarismustheorieanhaengerschaft schon die naechste raf nahen und will ganz suggestiv die ablehnung. Welche rolle spielen denn eigentlich bitte brennende autos im kontext des stadloberschen selbstverstaednisses als linker?), beantwortet er genau richtig: lieber auto als mensch. Alles richtig gemacht.

  6. Tobias says:

    So gesehen ja. Ich würde allerdings trotzdem behaupten: Wer sich zu di Lorenzo begibt, kommt im Schlamm um.

  7. skp says:

    “Aber so richtig verstehe ich nicht, was Hoyerswerda und brenndende Autos in Prenzlauer Berg miteinander zu tun haben sollen. So lange genug Autos brennen, brennt kein Asylbewerberheim? Das geht doch irgendwie nicht auf.”

    der stadlober will lediglich den unterschied zwischen brennenden sachen und menschen aufmachen. wo die menschen brennen ist egal, da wird der in hoyerswerda genau das selbe problem mit haben wie in pranzlauer berg. das kann man aus seinen äußerung auch rauslesen, wenn man es will.

    viel besser “gewalt gegen sachen ist niemals ok” gequatsche. der privatbesitz ist unantastbar.

  8. Berlin ist eine Schwuchtel says:

    Eure Tautologie “Wer Thomas Ebermann als seinen Lieblingspolitiker bezeichnet, muss einer von den Guten sein.” in allen Ehren. Aber begebt ihr euch da nicht noch weiter unter das eh schon anti-intellektuelle Niveau, was sich hier mittlerweile eingebürgert hat?

  9. Jonas says:

    wieso ist das mit dem ebermann eine tautologie? was kommt denn eigentlich weit unterhalb des “anti-intellektuellen niveaus”? ist das sehr anders als einfach nur bzw. nicht weit unterhalb? noch viel entscheidender ist doch: wie können wir diese einbürgerung stoppen? also auch: wie die intellektausbürgerung stoppen? einfach wieder einbürgern? fragen über fragen.

  10. zeb says:

    Staglober versucht nur seine ins stocken geraten karriere ins laufen zu bringen – presse und “kedibilty” um jeden preis. Dumm war der komentar – fishing for importance – wo er keine hat. Zündet mal seine sachen an – mal sehn ob ein problem damit hat….

  11. skp says:

    klar, wer den ebermann zu einem lieblingspolitiker erklärt, der fischt in der gesellschaftlichen mitte, die die kritische masse für große karriere – vor allem auf der leinwand – stellt, for importance. so eine dumme projektion.

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